Hirn:defrag

Ich müsste dringend mal aufräumen, da oben. In diesem wirren Haufen Matsch in meinem Kopf. Im Moment ist einfach keine Zeit für irgendwas.

Mir fällt immer öfter auf, wie sich meine eigenen Strukturen und Bedürfnisse in den letzten Monaten, vielleicht in den letzten 1 – 2 Jahren verändert haben. Ich brauche eindeutig mehr Rückzugsräume und -momente. Wenn sich diese mangels Gelegenheiten nicht mehr einrichten lassen, werde ich gereizt, ungerecht und unzufrieden. Kein schöner Zustand. Es ist ja nicht so, dass ich von Natur aus leichtgängig und verträglich und vor allem wenig anstrengend für meine Umwelt wäre. Nein, mitnichten. Ich gehöre zu der Kategorie Mensch, die man wahrscheinlich nur mit viel Wohlwollen, alternativ einer gesunden Portion Ignoranz dauerhaft um sich haben kann. Erwähnte ich schon mal, dass ich sowieso die besten Freunde der Welt habe? Nein? Dann wurde es Zeit.

Ich habe mich zuletzt für meinen Geschmack ein paar mal zu oft bei Ungerechtigkeiten und Launenhaftigkeit erwischt. Ich bin unausgeglichen und oft merke ich es erst so spät, dass es schwierig wird, im richtigen Ton und im richtigen Moment eine Entschuldigung anzubringen.

Note to myself : Grenzen ziehen. Rückzugsräume schaffen. Einatmen. Ausatmen. Randgeräusche runterfahren, damit man wieder hinhören kann.

Ich sollte heute Abend mal einen Kaffee kochen. Den Aschenbecher links neben die Tastatur stellen. Den Player bitten, mir einen Soundtrack zu liefern. Ich hatte doch versprochen, euch noch von der Nacht in Budapest zu erzählen. Egal womit man anfängt den Kopf leerzuschreiben, zu sortieren, hauptsache es fängt mal wieder an.

Eine Reaktion zu “Hirn:defrag”

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