. o O ( … )

Manchmal, da ist dann am Morgen plötzlich die Nacht zu Ende. Überraschend und unerwartet. Dann fühlt es sich falsch an. Falsch, die sichere Nachtstätte zu verlassen. Dann greift man garantiert das falsche Shirt. Die falsche Jeans. Nichts will richtig sitzen. So wenig, wie ich richtig im Tag sitze. Nicht angekommen. Es funktioniert nicht. Nichts passt zueinander.
Der Morgen nicht zum Tag, das Shirt nicht zur Jeans und ich nicht zur Welt. Heute nicht. Vielleicht auch gestern nicht. Weil es anders sein sollte. Aber ich weiss nicht mehr, wie es sein sollte. Es rauscht in meinem Kopf, es dreht sich. Es bewegt sich vor, um sich sogleich zurück zu bewegen. Nach links, um gleich nach rechts zu gehen. Nichts lässt sich greifen, fühlt sich richtig an. Vieles zu wenig, Vieles zu viel. Vieles zu weit, Vieles zu eng. Vieles zu fern, Vieles zu nah. Aber eben einfach nicht richtig. Ich würde das gern ändern. Ich wüsste gern, wie es richtig ist. Aber ich weiss es nicht. Ungleichgewicht, Aussen und Innen. Kein guter Zustand. Nicht für Innen, nicht für Aussen.

2 Reaktionen zu “. o O ( … )”

  1. lightdot

    Oh, ich glaube den Zustand zu kennen. Und ich glaube, Du flunkerst, denn es fühlt sich insgeheim doch sehr gut an. So, wie ich es in Erinnerung habe. :-) Das Einzige, was sich nicht gut anfühlt, ist die Unsicherheit. Aber die wird bleiben. Und die Chancen stehen 50/50, ob man damit recht hat oder nicht. Risiko eben. Aber: no risk, no fun. Manche meinen: no risk, no harm. Aber das sind die ganz Abgebrühten. Oder die Vielgeschädigten. Am besten hört man nicht auf sie.
    Trotzdem solltest Du mehr schlafen. ;-)

  2. Nika

    Ich wünschte, du hättest Recht. Leider ist es in dem Fall, in meinem Fall, diesmal tatsächlich nicht so, dass ich es im Ansatz angenehm finden könnte. Es ist ein ganzes Knäul aus emotionalen Verstrickungen und Verbindungen, teils mit Knoten, teils mit Rissen, teils gut und intakt, teils ruiniert, das mich wuschig macht. Ich würde dieses ganze Geflecht gern jemandem reichen, der es für mich entwirrt. Weil ich langsam aber sicher sowohl die Kontrolle, als auch den Überblick verliere. It’s pissing me off, indeed.

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