as promised

Die Gräfin des roten Salon hat sich etwas gewünscht und verdient. So halte ich mein Versprechen und lese ihr ihren Wunschtext vor. Damit sie mal wenigstens ein paar Minuten nicht mehr selbst lesen muss. Ich Gutes, ich. Ja, die Karmapunkte, ihr wisst ja..
Als der Text gewählt war, hab ich in der Tat kurz geschluckt. War nicht sicher, ob ich euch wirklich mitnehmen können würde auf diese Reise. Diese Reise in ein Leben, das sich manchmal so weit weg anfühlt. Ob ich selbst zurückkehren kann, in diesen Rhythmus zurückfinden würde.

Also versuch wir es. Lehnt euch zurück, reist mit mir in eine andere Zeit.

Vielleicht ist es die Nacht… 

16 Reaktionen zu “as promised”

  1. judith

    Komisch, in meiner Vorstellung gehört zu diesem Text eine völlig andere Stimme, eine völlig andere Intonation. Es ist wirklich seltsam und ziemlich verstörend für mich, ihn so zu hören. Aber vielleicht ist es die Nacht, und dass ich gerade nicht einschlafen kann…

  2. mart

    Ich glaube, so einen Text kann man nur so kühl und distanziert vorlesen. Ich habe nach 5 Sekunden nicht mehr darauf geachtet, wer mir, in was für einem Ton vorliest und mich komplett vom Inhalt gefangen nehmen lassen.
    Ich glaube der beste Vorleser ist der, den man nicht bemerkt, der sich in den Dienst der Geschichte stellt. So gesehen: ziemlich klasse gemacht!

    Zum Inhalt fallen mir ganze Romane ein – aber das ist eher nix, über das ich im Internet schreiben möchte.

  3. nadja

    es tut mir leid, dass du schlucken musstest…..

    ich hab keine worte. so ein riesengeschenk. hach. seufz. ich mag diesen text so sehr.

    und es ist sehr schön, DEINE stimme zu hören. hallo puzzel :-)

  4. nadja

    danke hab ich hier noch nciht drunter geschrieben.

  5. Nika

    Wenn ich euch mitnehmen konnte auf die Reise bin ich zufrieden.

    Es war auch in der Tat nicht einfach. Ich habe es mir leichter vorgestellt. Ich konnte ja nicht ahnen, dass Nadja sich direkt einen der für mich schwierigsten Texte aussuchen würde. Aber Rückzieher mache ich nicht wenn ich einmal Ja gesagt habe.

    Die Distanz, die ihr gehört habt, war in der Tat notwendig. Das File war die zweite Runde, der erste Versuch war zu nah dran. Da hat die Stimme nicht gehalten, wurde brüchig, stellenweise zu schnell. Dann hab ich noch eine geraucht, meinen Kaffee getrunken und hab ihn nochmal angefangen. Als quasi fremden Text. Nur die Worte lesen aber wenigstens einen Schleier über die eigenen Bilder und Emotionen hängen. Trotzdem höre ich noch die Stellen, wo der Schleier nur lückenhaft war ;-)

  6. nadja

    ich bin fettnäpfchentreter, hab ich dir doch schon gesagt. ich habe zwar nicht den ersten text genommen, der mir in den sinn kam, aber ich habe wohl nicht darüber nachgedacht, was DIESER text mit distanz, nähe, dir zu tun hat.

    quasi fremder text ist es nicht. auch wenn man bücher liest, haben sie immer – wie wenig auch immer – mit uns zu tun. du weißt, freud und so.

    ich mache nachher nochmal die augen zu, das tut so gut.

    und lausche der stimme. das tut noch mehr gut.
    danke nochmal.

  7. lordfm

    Ich Düffeldoffel bin emailig gar nicht auf den Text eingegangen, den ich schon mal gelesen hatte, der aber im Wissen darum, dass Du ihn vorträgst, nochmal ganz andere Gefühle auslöst.

    Es ist auf jeden Fall sehr beeindruckend. Die notwendige Distanz ist mir vollkommen verständlich. Trotzdem würde es mich interessiern, ob das Niederschreiben, das mit dem Text beschäftigen und auch das jetzige Vorlesen Dir dabei helfen resp. geholfen haben, besser mit den Dingen umzugehen, die einem ungewollt im Leben widerfahren.

    Falls ja, solltest Du echt froh über diese Gabe sein, Dinge, die verarbeitet werden wollen, so in Worte fassen zu können, sie konkret zu machen und ins Licht zu stellen, um Dir die Möglichkeit zu geben, es zu verarbeiten. Ich vermute, bei vielen andern Menschen, denen dies nicht gegeben ist, schwirrt das alles amorph irgendwo herum und kommt erst spät und auf ungünstigste Weise zum Vorschein.

    Du bist mutig!

  8. Nika

    Nadja, das war schon ok so. Ich würde es nicht als Fettnäpfchen betrachten. Es gibt noch eine handvoll Texte hier, die vermutlich ähnlich gewesen wären. Wenn man solche Dinge veröffentlicht, ist das eben so. Niemand zwingt mich, meine Befindlichkeiten und Erinnerungen ins Netz zu sabbern.

    Herr Dreckfrosch, um deine Frage zu beantworten braucht es vermutlich ein paar generell erklärende Worte. Ich mache mir da grad mal ein paar Gedanken zu und poste es gleich mal.

  9. aebby

    seltsam … ich sehe den Link … lese die Kommentare und zögere nach wie vor den Text anzuhören, als würde ich Dir zu nahe treten damit …

  10. Nika

    Aebby, das ist ganz einfach. Ich lese, um gehört zu werden. Ich lese diese Dinge ja nicht ein, damit mir niemand zuhört.
    Und das ist alles ok so. Es ist lange vorbei. Kein Grund, es nicht anzuhören. Wenn du Lust dazu hast, hör es dir an. Wenn es dir zu persönlich ist, manchmal will man ja auch selbst die Nähe nicht, Dinge nicht an sich heranlassen, dann klick einfach nicht. Alles ist möglich ;-)

  11. aebby

    dann lade ich es runter, packe es auf meinen Player und höre es mir morgen an …

  12. aebby

    manchmal bin ich echt doof, ich hatte bis die ersten Worte erklangen nicht realisiert, dass es sich um diesen Text handelt. Mein erster Impuls als ich Deine Stimme hörte war dann auch wieder abzuschalten. Im zweiten Anlauf habe ich dann gehört, und ein zweites und drittes Mal, ich versinke im Text und es entstehen noch plastischere Bilder als beim Lesen. Bilder aus meinen Erinnerungen und meiner Fantasie schieben sich darüber, ergänzen das was aus den Worten nicht hervorgeht … ich sehe eine Struktur der Wand, Riefen in den Stufen der Treppe, sehe eine Küche in der Du die letzte Tasse abstellst, spüre ein Echo …. spüre die Angst des „ausgeliefert seins“, Angst sich zu verlieren von der Leere überschwemmt zu werden … danke fürs teilhaben lassen.

    Kampf gegen die innere Leere, die Suche nach dem eigenen Kern, das Finden desselben und den wohlwollenden Umgang damit zu lernen,, die Begleiterscheinugn einer zerstörerischen Sucht … das alles ist mir vertraut, deshalb schwingt da auch in mir eine Saite wie Du es Eingangs des Textes beschreibst.

  13. fotozelle

    Feine Sache. Ungewohnt dazu, aber warum eigentlich nicht?

    Grüße
    Die Zelle

  14. Nika

    Ungewohnt? Findest du? Obwohl, nein, moment, die Fragestellung stimmt so nicht. Ich probier’s nochmal (die Uhrzeit. Der Kaffee. du weisst schon..)
    Also : Ungewohnt? Was empfindest du jetzt als ungewohnt? Das ich das Soundfile hochgeladen habe? Oder überhaupt den Text gelesen habe?

    So. [nickt zufrieden] Ja, so ist besser.

  15. fotozelle

    Ungewohnt, weil ich jetzt keinen Blog kenne, wo man einen Text auch mal vorgelesen bekommt, so meinte ich das.

    Auf der anderen Seite kennen ich eigentlich keinen Blog außer Deinen *muss lachen*, ich komme ja grade mal mit der Navi klar und so ;)

  16. Nika

    haha, sehr schön.
    Dann ist es ungewohnt, of course. Aber ich bin in der Tat nicht der einzige Blog, wo mal vorgelesen wird.

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