Barrierenfreiheiten

So. Jetzt würde ich gern mit Befindlichkeiten um mich werfen. Das hier ist nämlich mein verdammter Blog. Da darf ich das. Sollte sich jemand davon genervt fühlen kann ich an diesem Ort hier getrost sagen : Geh weg. Lass mich.

Heute ist nämlich Barrierentag. Draussen herrscht das perfekte Wetter. Mit dem perfekten Licht. Und ? Fenster. Geschlossen. Zwangsweise Büroaufenthalt. Ich hatte kurz den Gedanken, beide Handflächen an die Scheibe zu legen und leise zu winseln. In der Hoffnung, jemand würde mich hinausschicken. Aber sie werden mich wohl eher einliefern, sollte ich mich dazu hinreissen lassen. Auch dort dann wieder, Barrieren wohin man blickt. Bringt mich also nicht weiter, verwerfen wir diesen Gedanken.

Ärgere ich mich doch lieber weiter über Kommunikationsbarrieren. Schweigt mich an. Natürlich. Macht mir gar nichts. Um Gottes Willen, bloss keine klaren Worte. Kommunikation ist böse. So muss es sein. Das ist nur bei mir noch nicht angekommen, entschuldigung. Wie konnte es nur zu dieser Fehlereinschätzung meinerseits kommen ?

Hab ich erwähnt, dass es mich kotzen macht ? Im Strahl ? Meine Befindlichkeit reagiert darauf ähnlich wie die Oberfläche einer Seifenblase. Sie schwimmt, sie schillert in unterschiedlichsten Farben. Schweigen macht mich aggressiv. Schweigen deprimiert mich und bremst mich komplett aus, es lähmt mich. Um mich im selben Augenblick wieder nervös mit dem Fuss wippen zu lassen. Damit ich dann wieder seufzen und in eine abwartende Starre verfallen kann. So geht es im Minutentakt. Vielleicht sogar Sekunden. Ich würde grad gern schreien. Sehr laut. Einfach so. Vielleicht hilft es. Oder lässt wenigstens die verdammte Fensterscheibe platzen. Mal sehen, was sich machen lässt.

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